Kunstberater Achenbach: Staatsanwaltschaft ermittelt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Fall des wegen Betrugsvorwürfen in Untersuchungshaft sitzenden Düsseldorfer Kunstberaters Helge Achenbach ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen eines möglichen weiteren Geschädigten. «Wir haben einen Anfangsverdacht, dem wir nachgehen», sagte die Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk am Dienstag auf Anfrage. Sie bestätigte damit einen Bericht des «Handelsblatt» (Dienstagsausgabe).

Milk äußerte sich erstmals konkreter zu den Vorwürfen gegen den vor drei Wochen festgenommenen prominenten Kunstberater, gegen den die die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht Strafanzeige erstattet hatte. Unter anderem soll Achenbach Rechnungen gefälscht haben. Einkaufsbeträge seien nach oben gesetzt worden, wodurch auch die Provisionen für Achenbach gestiegen seien, sagte Milk. Teilweise seien «aus Dollarbeträgen Eurobeträge geworden». Milk fügte hinzu: «Wir haben Vergleiche vorher - nachher.»

Achenbach werde vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen weiterverkauft zu haben, hatte seine Familie erklärt und zugleich alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Kunstberater Achenbach

SOCIAL BOOKMARKS