Kurden demonstrieren gegen Vormarsch der Islamisten

Düsseldorf/Münster (dpa/lnw) - Die Demonstrationen gegen den Vormarsch der Islamisten im Irak und in Syrien gehen weiter. Heute protestierten mehrere hundert Kurden in Düsseldorf und Münster. Die Düsseldorfer Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf 350. Sie trugen auch Fahnen linksextremistischer Organisationen und Bilder des in der Türkei inhaftierten früheren Chefs der auch in Deutschland verbotenen Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan.

In Münster versammelten sich nach Polizeiangaben 300 Kurden und forderten Unterstützung für die syrisch-türkischen Grenzstadt Kobane im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, früher ISIS). Der Protestzug sollte zum türkischen Generalkonsulat führen. In Sprechchören hieß es: «ISIS raus aus Kurdistan.»

In der Nacht zum Dienstag hatten bereits in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens Kurden demonstriert. Insgesamt versammelten sich laut Polizei etwa 3000 Menschen. In Düsseldorf und Bonn drangen Demonstranten kurzzeitig in die Gebäude des Westdeutschen Rundfunks und der «Deutschen Welle» ein.

Pressemitteilung der Polizei Dortmund

Artikel Deutsche Welle

Pressemitteilung der Polizei Düsseldorf

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