Kutschaty: Islamische Radikalisierung in Gefängnissen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hat sich gegen den Vorwurf der Opposition gewehrt, das Thema der islamistischen Radikalisierung in Gefängnissen vernachlässigt zu haben. «Im Gegenteil: Wir starten jetzt, wo noch nichts passiert ist, damit in Zukunft nichts passieren kann», sagte Kutschaty am Mittwoch im WDR-Hörfunk. Er hatte am Vortag angekündigt, die religiöse Betreuung muslimischer Gefangener auszubauen. Bislang gebe es keine Hinweise auf eine erfolgreiche Radikalisierung von Gefangenen im Strafvollzug, sagte Kutschaty. Mitarbeiter in den Gefängnissen würden bereits seit zwei Jahren zu dem Thema geschult. Aus der Opposition war der Vorwurf laut geworden, Kutschaty habe es bislang versäumt, der Radikalisierung von Muslimen in Gefängnissen entgegenzuwirken.

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