Längerer Rosenmontagszug wird geprüft

Köln (dpa/lnw) - Das hat es wohl noch nicht gegeben: Das Festkomitee Kölner Karneval prüft einen verlängerten Weg des traditionsreichen Rosenmontagszuges über den Rhein in rechtsrheinische Stadtteile. Der Zug mit 12 000 Teilnehmern solle im kommenden Jahr am 24. Februar erstmals durch das Rechtsrheinische führen und auch dort enden, berichtet der «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch). Diese Pläne habe das Festkomitee am Dienstag Vertretern städtischer Ämter vorgestellt.

«Das sind tatsächlich erste Überlegungen», sagte Vorstandsmitglied Michael Kramp der Deutschen Presse-Agentur. Man befinde sich bei den Überlegungen im Anfangsstadium und müsse viele Fragen von Logistik bis Sicherheit klären. «Die Revolution wäre es, wenn es so käme. Es gibt eine ganze Reihe von Stolpersteinen, die in den kommenden Monaten vor uns liegen», erklärte er. Der Ausgang sei offen. Über den Rhein habe es einen Rosenmontagszug in Köln wohl noch nicht gegeben.

Die Idee, den Zug auch ins Rechtsrheinische zu führen, hängt dem Zeitungsbericht zufolge mit dem Karnevalsmotto für 2020 «Et Hätz schleiht im Veedel» (Das Herz schlägt im Viertel) zusammen. Der Ansatz sei dabei, möglichst viele Stadtviertel einzubinden. Seit 20 Jahren ende der Kölner Rosenmontagszug nach sieben Kilometern durch das Linksrheinische in der Mohrenstraße, nahe den Kölner Ringen. Laut den Plänen für das nächste Jahr könnten die letzten Kilometer dann voraussichtlich über die Deutzer Brücke bis zur Deutzer Werft führen.

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