Landesmuseum zeigt Ausstellung über sibirische Schamanen
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Das Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg. Foto: Carmen Jaspersen/Archiv
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Oldenburg (dpa/lni) - Das Leben sibirischer Schamanen thematisiert eine am Samstag beginnende Sonderschau im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg. Anhand von Alltags- und Ritualgegenständen zeichnet die Ausstellung «Schamanen - Jäger und Heiler Sibiriens» den Weg eines Berufenen von seiner Geburt bis zu seinem Wirken nach, wie das Museum am Freitag mitteilte. Zentrales Objekt ist ein Schamanenkostüm mit Hut, Trommel, Amuletten, Kultfiguren und Heilpflanzen.

Gewährt werden Einblicke in die Aufgaben des Schamanen als Heilkundiger, Wahrsager, Opferzeremonienmeister, Seelenführer, Dichter und Sänger. Bei den indigenen Völkern Sibiriens sei die religiös-magische Weltsicht des Schamanismus besonders tief verwurzelt und bis heute verbreitet, teilte das Museum mit. Die extreme Natur fordere die Menschen heraus. Um überleben zu können, suchten sie den spirituellen Dialog mit ihr.

Gezeigt wird zudem, wie der Schamanismus weltweit und auch in Deutschland bis heute fortlebt. Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Reiss-Engelhorn Museen Mannheim (rem) und dem Neanderthal Museum in Mettmann entstanden und ist bis zum 16. September zu sehen.

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