Landgericht Düsseldorf befasst sich mit Nürburgring-Streit

Düsseldorf (dpa) - Die Aufarbeitung der Machenschaften rund um den insolventen Nürburgring in der Eifel beschäftigt an diesem Mittwoch das Düsseldorfer Landgericht. Dort wird die Klage der Sanierer der Rennstrecke gegen den Ex-Ring-Pächter Kai Richter auf gut 2,3 Millionen Euro Schadenersatz verhandelt. Bei dem Gütetermin soll geklärt werden, ob sich beide Seiten auf einen Vergleich einigen können. Wenn nicht, werde es ein Verfahren geben, sagte der Sprecher des Landgerichts. Eine Entscheidung werde in der Regel drei Wochen nach dem Termin bekanntgeben, sagte der Sprecher.

Die Ring-Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt und Sachwalter Jens Lieser werfen Richter vor, bei einem Grundstücksgeschäft am Ring mit Insiderwissen mehr als 2,3 Millionen Euro zu viel kassiert zu haben. Die Summe wollen die Sanierer jetzt von Richter zurück haben. Der zivilrechtlichtliche Verhandlungstermin ist in Düsseldorf, weil Richter dort wohnt.

Der Klage zufolge soll Richter als damaliger Geschäftsführer der Motorsport Resort Nürburgring GmbH (MSR) das für ihn profitable Grundstücksgeschäft abgewickelt und damit der MSR geschadet haben. Richter hat sich bisher zu der Klage nicht geäußert. Schmidt und Lieser hatten im Sommer 2012 als Insolvenzverwalter die Geschäftsführung der Nürburgring GmbH übernommen. Die größtenteils landeseigene GmbH war nach dem Bau eines zu groß geratenen Freizeitparks für rund 330 Millionen Euro insolvent gegangen. Die Sanierer suchen derzeit nach einem Käufer für Park und Rennstrecke.

Daten zum Nürburgring

Mitteilung Landgericht Düsseldorf

SOCIAL BOOKMARKS