Landtag setzt Untersuchungsausschuss zur BLB-Korruptionsaffäre ein

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Donnerstag einen Untersuchungsausschuss zum landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) eingesetzt. Damit wollen alle fünf Fraktionen in einem zweiten Anlauf die Korruptionsaffäre um Bauvorhaben durchleuchten. Im Zusammenhang mit Aktivitäten des BLB soll einen Schaden von 145 Millionen Euro entstanden sein, die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen 27 Verdächtige.

Der Untersuchungsausschuss soll sich mit dem Neubau des NRW-Landesarchivs in Duisburg befassen, dem Erwerb des Vodafone-Hochhauses in Düsseldorf oder auch dem Verkauf des Landesbehördenhauses in Bonn. Untersucht werden zudem die Erweiterung des Kölner Polizeipräsidiums und der Ankauf der Liegenschaft Schloss Kellerberg. Die Arbeit eines früheren BLB-Ausschusses war mit Auflösung des Landtags im März abrupt beendet worden.

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