Lehrer klagen vor Verwaltungsgericht auf gleiches Gehalt
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Ein leeres Klassenzimmer. Foto: Bodo Schackow/Archiv
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Essen (dpa/lnw) - Um eine gleiche Bezahlung aller verbeamteten Lehrer zu erreichen, haben Lehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Zwei Pädagogen hätten das bereits kurz vor Weihnachten gemacht, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Nordrhein-Westfalen, Maike Finnern, am Freitagabend. Die GEW unterstütze die Musterklagen und wolle auf diesem Weg den Druck auf die Landesregierung erhöhen. Wann es zu einer Verhandlung kommt, sei noch offen. Zuerst hatten die «Aachener Nachrichten» (online) berichtet.

Bisher werden Lehrer in Nordrhein-Westfalen etwa an Grundschulen nach A12 bezahlt - das sind rund 500 Euro brutto im Monat weniger als bei der Gehaltsstufe A13, die für gymnasiale Oberstufenlehrer gilt. Seit 2009 ist die Ausbildung für angehende Lehrer aller Schulformen gleich lang.

«Das Besoldungsgesetz des Landes verstößt gegen die Verfassung, weil Lehrkräfte beim Berufseinstieg unterschiedlich eingruppiert werden, obwohl sie den gleichen Hochschulabschluss haben», sagte die GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer den Aachener Nachrichten (online).

Auch NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hält eine Anhebung der Bezüge laut dem Bericht der «Aachener Nachrichten» für sinnvoll. «Die Landesregierung hat mehrfach betont, dass die notwendigen besoldungsrechtlichen Konsequenzen aus der geänderten Lehrerausbildung zu ziehen sind», hieß es aus dem Schulministerium.

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