«Leons Identität»: NRW entwickelt Videospiel gegen Rechts
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Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Martin Schutt/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Mit dem Videospiel «Leons Identität« will die Landesregierung vor der rechten Szene warnen. In dem detektivischen Abenteuerspiel verschwindet Leon scheinbar spurlos und sein Bruder macht sich auf die Suche, berichtete das NRW-Innenministerium am Freitag. Dabei stößt er auf Hinweise, dass Leon in die rechte Szene abgedriftet ist.

Das 220 000 Euro teure Videospiel soll Kinder und Jugendliche über extremistische Einflüsse im Internet aufklären und ihre Medienkompetenz stärken, teilte die Landesregierung mit. Das Internet sei die «Radikalisierungsmaschine des 21. Jahrhunderts», so NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Deshalb sei es wichtig, dass der Staat es nicht Populisten und Radikalen überlasse. «Da müssen und wollen wir mitmischen“, so Reul. Aus Sicht des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes sei die Digitalisierung des Extremismus die größte Herausforderung für die Sicherheitsbehörden.

«Nordrhein-Westfalen geht in der Extremismus-Prävention neue Wege. Mit ‚Leons Identität‘ wollen wir junge Menschen vor dem Abrutschen in die rechte Szene bewahren», so Medien-Staatssekretär Nathanael Liminski. Das Spiel eigne sich auch für den Einsatz in Schulen.

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