Lew-Kopelew-Preis für «Lifeline»-Kapitän Reisch

Köln (dpa) - «Lifeline»-Kapitän Claus-Peter Reisch und die Dresdner Seenotrettungsinitiative Mission Lifeline werden mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2019 ausgezeichnet. «Sie hätten im Mittelmeer aus eigenem Antrieb unter mutigem persönlichem Einsatz zahlreiche Menschen vor dem Tod durch Ertrinken gerettet», teilte das Lew Kopelew Forum am Donnerstag zur Begründung mit. Damit ehre der Preis das humanitäre Anliegen der Initiative, auch stellvertretend für viele andere Seenotretter im Mittelmeer.

Das Rettungsschiff «Lifeline» der in Dresden ansässigen Hilfsorganisation Mission Lifeline saß im Sommer 2018 fast eine Woche auf dem Mittelmeer fest, nachdem es rund 230 Migranten vor Libyen gerettet hatte. Reisch wurde in Malta vor Gericht angeklagt.

Die Verleihung des Lew-Kopelew-Preises ist für den 7. April in Köln vorgesehen. Die Festrede werde der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und die Laudatio der Vorsitzende des Lew Kopelew Forums, der ehemalige Tagesthemen-Moderator Thomas Roth, halten.

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