Linkspartei-Chef sieht in Parteiquerelen Grund für Wahlniederlage

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach dem Aus für die Linke im nordrhein-westfälischen Landtag hat der Parteivorsitzende Klaus Ernst die parteiinternen Querelen verantwortlich gemacht. «Wir hatten viel zu viel Selbstbeschäftigung», sagte er am Montag im WDR mit Blick auf die Bundespartei. «Wir hatten Leute, die aus den eigenen Reihen immer aufs eigene Tor geschossen haben. Und da kann man schlecht Wahlen gewinnen.» Das müsse aufhören.

«Wir müssen uns nun sehr schnell eine gemeinsame Führung erarbeiten.» Dabei gehe es nicht nur um Oskar Lafontaine. «Es geht darum, dass wir eine kooperative Führung brauchen. An der arbeite ich mit Hochdruck. Was die Bürger nicht wollen, ist Streit in einer Partei.» Die Linke hatte in NRW nur 2,5 Prozent erzielt. Damit zieht die Partei nicht wieder in den Landtag ein.

WDR 5 Morgenecho

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