Lippen-Aufspritzen ohne Qualifikation: 250 Geschädigte

Bochum (dpa/lnw) - Bei den Ermittlungen gegen zwei Bochumerinnen, die ohne jegliche Qualifikation Kundinnen die Lippen aufgespritzt haben sollen, melden sich immer mehr Geschädigte. 250 Frauen hätten sich bisher an die Polizei gewandt, sagte Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert am Donnerstag. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Die beiden 26 und 29 Jahre alten Verdächtigen waren Anfang April festgenommen worden und sitzen laut Staatsanwalt weiterhin in Untersuchungshaft. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Steuerhinterziehung ermittelt.

Die Betroffenen hatten infolge der Behandlungen Schwellungen oder Entzündungen erlitten. Für das Aufspritzen der Lippen ist normalerweise eine ärztliche Approbation erforderlich, in bestimmten Fällen kann eine Heilpraktiker-Ausbildung ausreichen. Die beiden Verdächtigen waren aber gar nicht qualifiziert.

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