Maskenpause: Krankenpflegerin klagt gegen Versetzung
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Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild
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Herne (dpa/lnw) - Im Streit um Maskenpausen auf einer Intensivstation mit Corona-Patienten treffen sich die Kontrahenten am heutigen Dienstag vor dem Arbeitsgericht Herne. Angesetzt ist zunächst eine Güteverhandlung. Die Klägerin, die auf der Station als Krankenschwester arbeitete, hatte Masken- und Trinkpausen alle 75 Minuten verlangt. Das Krankenhaus in Recklinghausen bietet auf Intensivstationen alle 120 Minuten eine Maskenpause und hatte eine Verkürzung abgelehnt. Die Krankenpflegerin wurde auf eine andere Station versetzt. Dagegen wendet sich ihre Klage (Az.: 4 Ca 2437/20).

Die Frau spricht von einer Strafversetzung. Dabei habe sie sich nur für den Gesundheitsschutz der Pflegenden eingesetzt. Ein Krankenhaussprecher erklärte, das zeitaufwendige Umbetten von Corona-Patienten und das An- und Ausziehen der umfangreichen Schutzkleidung sei mit einem kürzeren Pausenrhythmus nicht zu schaffen. Die Frau sei keineswegs «zwangsversetzt» worden, betonte der Sprecher. Ihr sei ein alternativer, ebenfalls anspruchsvoller Arbeitsplatz angeboten worden. Dort seien angenehmer zu tragende chirurgische Masken ohne FFP2-Schutz möglich.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-547615/2

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