Mechaniker verlangt Kündigung des Vorgesetzten

Solingen (dpa/lnw) - Ein Arbeitnehmer verlangt in einem Prozess die Kündigung seines früheren Vorgesetzten. In diesem ungewöhnlichen Fall entscheidet heute das Arbeitsgericht in Solingen. Der Vorgesetzte habe ihn während einer Dienstreise im Hotel sexuell missbraucht, so lautet die Begründung des Klägers. Ein Zusammentreffen sei ihm nicht zumutbar. Das Unternehmen hatte dem Werkzeugmechaniker eine Psychotherapie finanziert und ihn versetzt.

Der Vorgesetzte hatte den Sex nicht bestritten, aber ausgesagt, beide hätten das gewollt. Er wurde zwar im November 2014 in einem Strafverfahren vom Amtsgericht Solingen wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Doch hat er dagegen Rechtsmittel eingelegt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. In dem arbeitsgerichtlichen Verfahren hat sich das beklagte Unternehmen auf die Seite des früheren Managers gestellt.

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