Mehr als 900 Kriegsbomben in NRW entschärft

Düsseldorf (dpa/lnw) - Mehr als 900 Kriegsbomben sind im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen entdeckt und entschärft worden. Das teilte das NRW-Innenministerium am Montag mit. Insgesamt wurden 10 100 Granaten, Handgranaten, Minen und andere Munition unschädlich gemacht - etwas weniger als im Vorjahr. Acht Bomben und 522 andere explosive Funde mussten vor Ort gesprengt werden.

Gut jeder vierte Blindgänger habe 50 Kilogramm oder mehr auf die Waage gebracht. In 170 Fällen habe die Auswertung von alten Luftaufnahmen zu den explosiven Hinterlassenschaften geführt. «Auch Munitionsteile, die harmlos erscheinen, sind lebensgefährlich. Bei verdächtigen Gegenständen muss das Ordnungsamt oder die Polizei sofort informiert werden», sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).

Die Folgen des Zweiten Weltkriegs verursachen weiter hohe Kosten. Im vergangenen Jahr habe das Land rund 35 Millionen Euro dafür berappen müssen. Der Bund habe davon 3,2 Millionen Euro erstattet.

PM Innenministerium

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