Mehrere Lit.Cologne-Veranstaltungen abgesagt oder verschoben
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Das Logo des Literaturfestivals Lit.Cologne. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild
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Köln (dpa) - Mehrere Veranstaltungen des Literaturfestivals Lit.Cologne sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt oder verschoben worden. Der ganz überwiegende Teil der Lit.Cologne werde aber wie geplant stattfinden, teilte die Festivalleitung am Freitag mit.

Die Absagen und Verschiebungen betreffen vor allem Autoren aus dem Ausland. So wolle die Schriftstellerin Deepa Anappara («Die Detektive vom Bhoot-Basar») aufgrund der derzeitigen Lage nicht reisen, teilte die Lit.Cologne am Freitag mit. Ebenso habe der schwedische Schriftsteller Mikael Niemi seine Teilnahme aufgrund der aktuellen Lage abgesagt, werde aber über den Internetvideo-Dienst Skype zugeschaltet. Auf Termine später im Jahr verschoben wurden unter anderem Veranstaltungen mit dem britischen Musiker Billy Bragg und den Schriftstellern Irvine Welsh und John Niven.

Der WDR 5-Literaturmarathon, der traditionell im Rahmen der Lit.Cologne stattfindet, fällt ebenfalls aus. Die 24-Stunden-Veranstaltung war für Freitag (13. März) geplant. Die Entscheidung habe man «zum Schutz der Besucher*innen und Mitwirkenden vor einer potenziellen Infektion mit dem Coronavirus» getroffen, teilte der Sender am Freitag in Köln mit. «Ausschlaggebend ist die extreme Dauer von 24 Stunden, der ständige Wechsel der Besucherinnen und Besucher, die nicht namentlich registriert werden, und die hohe Zahl der Mitwirkenden.» Zudem gebe es bei der Veranstaltung traditionell die Möglichkeit, im Funkhaus auf dem Boden in räumlicher Enge zu übernachten. Insgesamt kämen immer um die 3000 Besucher. Die ganze Lit.Cologne zieht mehr als 100 000 Besucher an und gilt damit als eines der größten Literaturfestivals.

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