Messerangriff in Badehose: Viereinhalb Jahre Haft
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Blick auf das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht in Essen befinden. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild
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Essen (dpa/lnw) - Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke in einem Gelsenkirchener Freibad ist ein 22-jähriger Mann am Mittwoch zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte gestanden, im Juni 2019 auf einen Bekannten eingestochen zu haben. Das Opfer hatte eine schwere Bauchverletzung erlitten und musste notoperiert werden. Das Urteil lautete auf versuchten Totschlag.

Auslöser der Tat war Rache: Der Angeklagte war rund sieben Monate zuvor ebenfalls lebensgefährlich verletzt worden. Dafür macht er unter anderem sein «Freibad-Opfer» verantwortlich. Weil es - bis heute - jedoch keinen Prozess gegeben hatte, nahm der 22-Jährige die Sache nach eigenen Angaben selbst in die Hand. Richter Martin Hahnemann sagte dazu im Urteil: «Das war Selbstjustiz.»

Nach der Tat war der Deutsche mit türkischen Wurzeln in die Türkei geflohen. Die Festnahme erfolgte bei dem Versuch der Wiedereinreise in den Niederlanden.

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