Metall-Tarifrunde für NRW in Bielefeld begonnen

Bielefeld (dpa/lnw) - Begleitet von Gewerkschaftsprotesten haben am Freitag in Bielefeld die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen begonnen. Mit einer schnellen Einigung wird nicht gerechnet. Vor dem Tagungsgebäude demonstrierten rund 400 Gewerkschaftsmitglieder für höhere Einkommen.

Die IG Metall fordert für die rund 700 000 Beschäftigten der Branche 5,5 Prozent mehr Einkommen. Der aktuelle Tarifvertrag und die Friedenspflicht laufen am 30. April aus. Die Arbeitgeber halten die Forderungen der Gewerkschaft für überhöht. In diesem Jahr werde ein Produktionswachstum von nur 0,5 Prozent erwartet, hieß es. Im Metall-Arbeitgeberverband sind rund 2000 Unternehmen organisiert.

«Die Konten der Unternehmen sind gut gefüllt», sagte IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler bei der Kundgebung. Es gebe zahlreiche positive Konjunkturprognosen. Die Gewerkschaft sei bereit, für die Forderungen zu streiten. Vom 1. Mai an seien Warnstreiks möglich.

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