Metallarbeitgeber: Kündigungsverzicht kein Thema
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ILLUSTRATION - Ein Mitarbeiter läuft durch die Produktionshalle einer Firma. Die IG Metall will in der anstehenden Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie auf eine konkrete Lohnforderung verzichten. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Metallarbeitgeber in Nordrhein-Westfalen haben das Angebot der IG Metall für eine schnelle Tarifrunde in diesem Jahr angenommen. «Allerdings erteilt Metall NRW dem Verlangen der IG Metall nach einem Kündigungsverzicht durch den Verband eine klare Absage», sagte Hauptgeschäftsführer Luitwin Mallmann am Donnerstag. Eine solche Erklärung mit Wirkung für die einzelnen Betriebe könne der Verband schon aus rechtlichen Gründen nicht abgeben.

Die IG Metall hatte die Arbeitgeber zu Verhandlungen über ein «Zukunftspaket» für die Beschäftigten der Metall-und Elektroindustrie aufgefordert und will dafür zunächst auf eine konkrete Lohnforderung verzichten. Die Unternehmen sollen bis zum 3. Februar erklären, ob sie an Verhandlungen über Kündigungsverzicht, künftige Investitionen, Kurzarbeit und Qualifizierungen teilnehmen wollen. Ziel sei eine Einigung zu tariflichen Aspekten des Zukunftspakets und Entgelt noch vor Ende der Friedenspflicht am 28. April.

Mallmann betonte, die Arbeitgeber teilten die Einschätzung der IG Metall, dass sich die Unternehmen der Branche mit ihren Beschäftigten in einer außergewöhnlich schwierigen Lage befänden. Deshalb müssten die Tarifparteien tarifliche Angebote schaffen, die der konjunkturell angespannten Situation gerecht würden. In einen «ergebnisoffenen Verhandlungsprozess» würden die Arbeitgeber auch eigene Lösungsansätze oder Forderungen einbringen.

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