Metropole mit Problemen: Ausstellung zu 100 Jahre Ruhrgebiet

Essen (dpa) - Traurige Rekorde bei Hartz IV, aber 300 000 Studenten mit guten Jobaussichten, triste Industriebrachen und zugleich schicke grüne Wohnsiedlungen und Start-ups - das Ruhrgebiet ist eine widersprüchliche Region mit krassen Unterschieden. In einer großangelegten Ausstellung mit über 1000 Exponaten unternimmt das Ruhr Museum in der einstigen Zeche Zollverein in Essen einen neuen Versuch, Deutschlands größtem Ballungsraum gerecht zu werden. Die Ausstellung unter dem Motto «100 Jahre Ruhrgebiet. Die andere Metropole» wird am Sonntag (13.9.) eröffnet und dauert bis zum 9. Mai 2021.

Am Freitag stellten Ausstellungschef Heinrich Theodor Grütter und die Chefin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel die neue Ausstellung vor. Anlass ist der 100. Geburtstag des RVR-Vorgänger-Verbandes, der am 5.9.1920 unter dem Namen «Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk» gegründet worden war. Er sollte nach dem Ersten Weltkrieg Siedlungen für rund 150 000 zusätzliche Bergleute und ihre Familien schaffen - unter anderem, um die Reparationen des Versailler Vertrages zu bezahlen. Heute ist der RVR der älteste Kommunalverband in Deutschland.

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