Mindener Handballer verzichten auf 15 Prozent des Gehalts
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Ein Ball in der Hand eines Spielers. Foto: Robert Michael/dpa/Symbolbild
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Minden (dpa/lnw) - Die Spieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden verzichten in der anhaltenden Corona-Krise auf 15 Prozent ihres Gehalts. Wie die Ostwestfalen am Freitag mitteilten, gilt diese Regelung zunächst bis zum Jahresende und bezieht die beiden Geschäftsführer Markus Kalusche und Frank von Behren sowie die Mitarbeiter der Geschäftsstelle mit ein.

«Uns ist allen bewusst, dass jeder in dieser schwierigen Zeit einen Teil beitragen muss. Deswegen hat die Mannschaft sofort zugestimmt, damit wir alle gemeinsam durch diese schweren Monate kommen», sagte Neuzugang Carsten Lichtlein. Die Mindener Mannschaft hatte bereits in der abgelaufenen Saison durch ihre Einwilligung in die Kurzarbeit-Regelung finanzielle Zugeständnisse gemacht.

Laut Vereinsmitteilung gestalten sich die «wirtschaftlichen Planungen in dieser Saison extrem schwierig». Die noch nicht exakt zu beziffernden Kosten für die Umsetzung des Hygienekonzepts und die große Unsicherheit in Bezug auf die Zuschauereinnahmen seien «die größten Risikofaktoren in der Kalkulation».

«Allein für die Umsetzung des Hygiene- und Sicherheitskonzepts müssen wir einen sechsstelligen Betrag einplanen. In Bezug auf die Zuschauereinnahmen können wir im Moment überhaupt keine Prognose abgeben», klagte Kalusche. Vor diesem Hintergrund sei der Gehaltsteilverzicht der Profis von großer Bedeutung: «Bei einer Personalkostenquote von über 70 Prozent ist dies natürlich die entscheidende Stellschraube.»

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