Minister: Kliniken haben Schlüsselrolle bei Organspenden
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In einer Klinik wird bei einer Operation einem Spender ein Organ entnommen. Foto: Jan-Peter Kasper/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat den Krankenhäusern eine Schlüsselrolle bei der Gewinnung von mehr Organspenden zugewiesen. Wichtig sei dort die Identifikation von Spendern, sagte der Minister am Dienstag vor Medizinern und Krankenhausexperten bei einer Tagung in Düsseldorf. Mit Blick auf die bundesweit mit Abstand niedrigste Spendenzahl in NRW sagte Laumann: «Ich lasse Antworten nicht gelten, dass es am System liegt.» Seine Besuche in 19 Kliniken mit neurochirurgischen Abteilungen im vergangen Jahr hätten ergeben, dass das Thema verschieden angegangen werde. Auch die Zahl der Organentnahmen sei unterschiedlich.

Bundesweit wurden 2018 insgesamt 955 Organe entnommen, das entspricht 11,5 Spendern pro einer Million Einwohner. In NRW waren es aber nur 9,1 Spender. Dagegen warten bundesweit mehr als 9000 Patienten auf ein Transplantat. Für viele Menschen mit schweren Herz- oder Lebererkrankungen ist eine Organtransplantation die letzte lebensrettende Maßnahme. Die Organe werden hirntoten Patienten entnommen, die zuvor ihre Einwilligung erklärt hatten.

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