Missbrauchsfall Lügde: Kreis der Verdächtigen wird größer
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Blick auf ein Gebäude auf dem Campingplatz Eichwald, das mit Polizeiabsperrband versehen ist. Foto: Guido Kirchner/Archiv
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Düsseldorf (dpa) - Nach dem massenhaften sexuellen Missbrauch an Kindern auf einem Campingplatz in Lügde hat sich der Kreis der Verdächtigen auf sechs erweitert. Drei Männer sitzen bereits als Hauptverdächtige in Untersuchungshaft. Gegen einen weiteren Beschuldigten sei ein Verfahren wegen Verdachts der Strafvereitelung eingeleitet worden, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. Nach dpa-Informationen steht die Person in dringendem Tatverdacht, Daten manipuliert zu haben.

Darüber hinaus liege derzeit gegen zwei weitere Personen ein Tatverdacht vor, sagte Reul. In diesen beiden Fällen geht es nach dpa-Informationen um Beihilfe, nicht um Mittäterschaft. Das Verfahren wegen Strafvereitelung richte sich zudem nicht gegen einen Amtsträger.

Wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Verbreitung von Kinderpornografie sitzen derzeit als Hauptverdächtige ein 56-Jähriger aus Lügde, ein 33-Jähriger aus Steinheim und ein 48-Jähriger aus Stade in Niedersachsen in Untersuchungshaft. Bislang sind 31 minderjährige Opfer identifiziert.

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