Mitbewohnerin getötet: Geständnis zum Prozessauftakt

Münster (dpa/lnw) - Mit einem Geständnis des Angeklagten hat vor dem Schwurgericht Münster der Prozess um einen tödlichen Streit in einer Bocholter Wohngemeinschaft begonnen. Der 30-Jährige ließ heute über seinen Verteidiger erklären, dass er die Tat wohl begangen, jedoch keine Erinnerung mehr an Einzelheiten habe. Die Anklage lautet auf Totschlag. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann im Januar mit einem Hammer und einem Teppichmesser auf eine seiner Mitbewohnerinnen losgegangen. Die junge Frau verblutete noch am Tatort. Die Klinge hatte unter anderem die Halsschlagader durchtrennt.

Nach der Bluttat soll der 30-Jährige auch seine Vermieterin mit einem Hammer attackiert haben. Die Seniorin war durch die Hilfeschreie des Opfers aufmerksam geworden und erlitt Verletzungen durch Hammerschläge. Dann flüchtete der Mann mit dem Auto. Das Schwurgericht hat zunächst sechs Verhandlungstage bis zum 28. Juli angesetzt.

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