Mord an Prostituierter: Verdächtiger wird ausgeliefert
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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv
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Hamm/Paderborn (dpa/lnw) - Ein in Paderborn festgenommener Mann, der in Paris eine Prostituierte ermordet haben soll, wird nach Frankreich ausgeliefert. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Hamm am Freitag mit. Der 21-jährige Ägypter war im November in einer Asylunterkunft im ostwestfälischen Paderborn aufgrund eines französischen Auslieferungsersuchens wegen Mordverdachts festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, in der französischen Hauptstadt eine transsexuelle Prostituierte erschossen zu haben. Zudem wird dem Mann bandenmäßiger Diebstahl zur Last gelegt.

Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe. Er stimmte aber am 20. Dezember einer vereinfachten Auslieferung zu, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte. Das Oberlandesgericht Hamm hatte zuvor Anfang Dezember einen förmlichen Auslieferungshaftbefehl gegen den 21-Jährigen erlassen. Hätte der Mann seiner vereinfachten Auslieferung nicht zugestimmt, wäre das Verfahren in die Länge gezogen worden, erläuterte der Sprecher. Angestrebt werde die Auslieferung nun für Mitte Januar.

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