Mord aus Mordlust: Lebenslange Haft nach Schüssen
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv
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Duisburg (dpa/lnw) - Knapp zwei Jahre nach den tödlichen Schüssen auf eine Café-Betreiberin in Duisburg ist ein arbeitsloser Personalberater wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 30-jährige Angeklagte hatte zugegeben, am 3. Mai 2017 auf das spätere Opfer geschossen zu haben. Die Schüsse hätten sich allerdings während eines Gerangels aus Versehen gelöst. Genau das sahen die Richter des Duisburger Schwurgericht bei der Urteilsverkündung am Donnerstag anders. Sie gehen von einer gezielten Tötung aus Mordlust aus. Mit der Tat habe der Angeklagte verschiedene über längere Zeit gehegte Entführungs- und Tötungsfantasien in die Tat umgesetzt.

Die 46-jährige Café-Betreiberin war von zwei Schüssen getroffen worden - in den Kopf und in die Lunge. Die Tatwaffe war eine Pistole mit Schalldämpfer. Der angeklagte Deutsche war im Sommer 2018 durch eine DNA-Spur ins Visier der Ermittler geraten. Zu dieser Zeit saß er bereits wegen anderer Straftaten in Haft.

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