Mordversuch am Hochzeitstag: Fünf Jahren Haft
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Auf der Richterbank liegt am ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa/Illustration/Archivbild
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Essen (dpa/lnw) - Nach einem Mordversuch an ihrem 39. Hochzeitstag ist eine Frau aus Marl im Kreis Recklinghausen am Donnerstag zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Angeklagte hatte gestanden, im Juli 2020 mit einem Messer auf ihren Ehemann eingestochen zu haben. Die Ärzte hatten später sieben Stichverletzungen gezählt - in Rücken und Brust. Laut Urteil des Essener Schwurgerichts bestand akute Lebensgefahr.

Hintergrund der Tat soll eine völlig zerrüttete Beziehung gewesen sein. Nach einem Schlaganfall der 67-jährigen Deutschen habe ihr Mann sie immer aggressiver beleidigt, kontrolliert und praktisch entmündigt. «Am Ende hatte sich die Situation so weit zugespitzt, dass die Angeklagte Mordgelüste entwickelt hat», so Richter Jörg Schmitt bei der Urteilsbegründung. Das Urteil lautet auf Mordversuch und gefährliche Körperverletzung. Es ist nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:210218-99-497212/2

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