Museum Marta betroffen von Tod des Gründungsdirektors Hoet

Gent/Herford (dpa/lnw) - Der frühere Documenta-Chef und langjährige Museumsdirektor Jan Hoet ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren im belgischen Gent gestorben. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Hoet leitete 1992 die neunte Documenta-Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Kassel.

Er war auch Gründungsdirektor des vom Star-Architekten Frank O. Gehry entworfenen, 30 Millionen Euro teuren Museums Marta in Herford in Ostwestfalen. «Wir sind tief getroffen vom Tod unseres Gründungsdirektors Jan Hoet», teilte das 2005 eröffnete Museum mit. Ende 2008 hatte der streitbare Hoet nach einigen turbulenten Jahren Herford verlassen. In den Auseinandersetzungen ging es besonders um die Ausrichtung des Museums und die öffentlichen Zuschüsse.

Nach seinem Abschied aus Herford war Hoet 2009 verantwortlich für das Kunstprojekt «Colossal - Kunst Fakt Fiktion», das in Osnabrück an die Varus-Schlacht vor 2000 Jahren erinnerte. In Belgien war er unter anderem als Stifter und Direktor des Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent bekannt. In seiner Heimatregion Flandern galt Hoet als der «Kunstpapst».

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