Mutmaßliche Raubmörder schweigen: Anträge abgelehnt

Krefeld (dpa/lnw) - Im Prozess um den Raubmord an einem Rentner in Tönisvorst hat das Krefelder Landgericht die Anträge der Verteidiger zurückgewiesen. Sie hatten der Vorsitzenden Richterin Befangenheit vorgeworfen, weil diese in der Sache bereits mehrere Entscheidungen getroffen hatte. Ein Richter sei nicht deswegen befangen, weil er sich bereits mit dem Fall befasst habe, hieß es am Mittwoch. Die Anwälte hatten moniert, dass die Richterin Haftbefehle gegen die Verdächtigen bestätigt und die Anklage zugelassen hatte.

Fünf mutmaßliche Raubmörder im Alter von 17 bis 22 Jahren sitzen auf der Anklagebank, unter ihnen ist eine 21-jährige Frau. Die fünf Angeklagten wollten am Mittwoch nach der Verlesung der Anklage nicht zur Sache aussagen und beriefen sich - zumindest vorläufig - auf ihre Schweigerecht.

Den Angeklagten aus Straelen, Weeze und Bergheim wird vorgeworfen, den alten Mann vor einem Jahr in seinem Haus überfallen, geschlagen, getreten und mit einem Elektroschocker gequält zu haben. Er sollte verraten, wo er seinen Tresorschlüssel versteckt hält. Dann wurde er umgebracht. Das Gericht hat für den Fall neun Verhandlungstage angesetzt.

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