Mutmaßlicher syrischer Kriegsverbrecher schweigt
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Polizisten sichern das Gebäude des Oberlandesgerichtes in Düsseldorf. Foto: Oliver Berg/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein mutmaßlicher syrischer Milizenführer und Kriegsverbrecher steht seit Montag in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht. Der 42-Jährige soll von einem seiner Opfer in Münster wiedererkannt worden sein. In Aleppo habe er monatelang eine grausame Schreckensherrschaft in einem der Stadtviertel ausgeübt, Gefangene entführt und tagelanger Folter ausgesetzt, so argumentiert die Bundesanwaltschaft. Mehrere Gefangene seien dabei ums Leben gekommen. In einigen Fällen habe er auch selbst gefoltert.

Zu den Vorwürfen wolle sich sein Mandant derzeit nicht äußern, sagte Verteidiger Martin Heising. «Wir haben in den Aussagen der Zeugen erhebliche Widersprüche entdeckt.» Es handele sich um ein komplexes Verfahren, das Jahre dauern könne. Die Zeugen lebten verteilt über mehrere europäische Länder. Am 6. April vergangenen Jahres hatte eine Spezialeinheit den Verdächtigen festgenommen.

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