NRW-Arbeitsminister: Armut nimmt in NRW zu - Kritik am Bund

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Armut nimmt in Nordrhein-Westfalen trotz guter Wirtschaftslage weiter zu. Das berichtete Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) am Freitag im Düsseldorfer Landtag. Der Sozialbericht 2012 habe «zum Teil erschreckende Befunde» erbracht. Als «besonders schlimm» bezeichnete Schneider die Zunahme von Armut unter Kindern. Im vergangenen Jahr waren 2,8 Millionen Menschen in NRW einkommensarm, darunter 643 000 Kinder und Jugendliche. Das waren rund 200 000 Minderjährige mehr als noch 2010. Anders als die Bundesregierung benenne die rot-grüne Landesregierung die Fakten offen, sagte Schneider. In der schwarz-gelben Koalition werde «getäuscht, vertuscht», um negative Befunde vor Veröffentlichung des nationalen Berichts aus der Welt zu schaffen, kritisierte er. Die Bundesregierung hatte eingeräumt, Passagen im nationalen Bericht gestrichen zu haben.

NRW-Sozialbericht 2012

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