NRW: EU soll Einfuhr von Produkten aus Kinderarbeit verhindern

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die rot-grüne Landesregierung setzt sich gegen die Einfuhr von Produkten aus Kinderarbeit in die EU ein. Beim Abschluss von Handelsabkommen sollten arbeitsrechtliche Mindestnormen verbindlich und sanktionierbar festgeschrieben werden, verlangte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) am Dienstag laut einer Mitteilung. Dazu habe das Land EU-Kommission und Bund aufgefordert.

«Wir können es nicht hinnehmen, dass Kinder unter ausbeuterischen und oft gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten müssen», betonte Schneider. Gerade die jüngsten Vorfälle in Textilfabriken in Bangladesch hätten gezeigt, wohin die Konkurrenz um immer billigere Produkte führen könne. Damit Kinder zur Schule gehen könnten, müssten zudem faire Arbeitsbedingungen für Erwachsene in den betroffenen Ländern geschaffen werden.

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