NRW-Europaminister appelliert: Keine Oster-Ausflüge
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Stephan Holthoff-Pförtner (CDU), Europaminister der Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hat an die Bürger appelliert, wegen der Corona-Pandemie auf Osterurlaube zu verzichten. Das betreffe nicht nur Reisen und Tagesausflüge innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern auch die beliebten Osterurlaube in den Niederlanden und in Belgien, sagte der Minister am Freitag in Düsseldorf.

Offiziell verboten seien Reisen in die Niederlande und nach Belgien zwar nicht, erklärte der CDU-Politiker. «Aber Sie haben natürlich keine Möglichkeit ihren Urlaub da zu verbringen, weil sie nirgendwo hingehen können.» Touristische Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie zu unterlassen, sei ein Appell an die Einsicht. «Ich würde alles unterlassen, was die Gefahr der Virus-Übertragung erhöht.»

Es werde zwar keine speziellen Polizeikontrollen an den Grenzen geben. Die Polizei werde in den Osterferien aber generell verstärkt kontrollieren, ob die angeordnete Beschränkung der Kontakte auf nur eine weitere Person beziehungsweise auf die eigene Familie eingehalten werde. Andernfalls drohten Bußgelder in bis zu fünfstelliger Höhe. Tatsächlich seien die Grenzbewegungen zwischen NRW und den Niederlanden bereits um bis zu 70 Prozent zurückgegangen.

Dennoch blieben die Grenzen grundsätzlich offen, unterstrich Holthoff-Pförtner. Die Lieferketten müssten sichergestellt und Pendlerverkehr im Arbeitsleben ermöglicht werden. «Ich warne vor diesem Allheilmittel der Grenzschließungen, weil ich glaube, das sind wirklich Symbolhandlungen, die Europa einen ungeheuren Schaden zufügen würden.»

Zu grenzüberschreitenden «Hamsterkäufen» sagte der Minister: «Der Irrsinn ist länderübergreifend.» Es sei notwendig, noch einmal über die Ladenöffnungszeiten zu reden: «Wenn bei uns die Läden schließen, fahren Menschen dorthin, wo Läden auf sind.»

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