NRW-Gastgewerbe mit heftigem Minus: «Überlebenskampf»
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Blick auf ein Schild mit den Schriftzug «Hotel». Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe hat in der Corona-Pandemie einen heftigen Einbruch seiner Geschäfte hinnehmen müssen. Im vergangenen Jahr seien die Umsätze um 40,2 Prozent gesunken, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Donnerstag in Düsseldorf mit. Grund war die Corona-Krise samt ihrer Einschränkungen - schon seit November 2020 sind Restaurants geschlossen und der Betrieb von Hotels läuft auf Sparflamme. Zudem hatte es im Frühjahr des vergangenen Jahres Schließungen gegeben.

Der Jahresausklang war besonders düster: Die Umsätze in der Branche brachen im Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwei Drittel (68,7 Prozent) ein. Die Branche ist zweigeteilt in Übernachtung und Essen: Bei Hotels und anderen Beherbergungen sackten die Erlöse im Dezember um 83,4 Prozent ab, der Umsatz in der Gastronomie sank um 63,6 Prozent. Immerhin hat die Branche für diesen Monat Anspruch auf relativ hohe staatliche Hilfe, seit Januar 2021 sind die vom Staat bereitgelegten Finanzspritzen schwächer dosiert.

Der Branchenverband Dehoga NRW sprach von einem «historischen Umsatzeinbruch». «Die Branche steht auch im neuen Jahr vor einem harten Überlebenskampf», erklärte Verbandschef Bernd Niemeier. Rund zwei Drittel der Unternehmer im Gastgewerbe fürchteten um ihre Existenz. Weitere staatliche Hilfe - unbürokratisch und schnell ausgezahlt - sowie eine verlässliche Öffnungsperspektive seien nötig.

© dpa-infocom, dpa:210218-99-492419/2

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