NRW-Grüne fordern Kurskorrektur beim Ehegattensplitting

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die NRW-Grünen fordern eine Kurskorrektur bei den Plänen ihrer Partei zur Abschmelzung des steuerlichen Ehegattensplittings. Viele Ehepaare hätten der Steuerkonzept der Grünen «als Angriff auf ihren Lebensentwurf missverstanden und deshalb abgelehnt», sagte Grünen-Landeschefin Monika Düker der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» (Freitagausgabe). Die Grünen sollten deshalb ihren Kurs beim Ehegattensplitting überdenken.

Es gehöre zu den Lehren des Wahlausgangs, solche Symbolthemen ernst zu nehmen. «Unsere Basis treibt es am meisten um, wie es passieren konnte, dass wir als Freiheits- und Bürgerrechtspartei plötzlich das Etikett der Bevormundungs- und Verbotspartei angeklebt bekommen haben», sagte Düker. Mit ihrem Programm für die Bundestagswahl wollten die Grünen das Ehegattensplitting, das verheiratete Paare bei der Steuer begünstigt, durch eine «Individualbesteuerung mit übertragbarem Existenzminimum» ersetzen.

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