NRW-Landesregierung warnt vor übereiltem Kohleausstieg
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FDP-Politiker Andreas Pinkwart. Foto: Federico Gambarini
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat vor einem übereilten Ausstieg aus der Kohleverstromung gewarnt. Die heimische Wirtschaft und Industrie in NRW seien auf eine sichere und bezahlbare Energieversorgung angewiesen, sagte Pinkwart am Mittwoch im Landtag. Noch könnten die erneuerbaren Energien nicht die beständige Versorgungssicherheit gewährleisten.

Anlass der Unterrichtung zur Energiepolitik der schwarz-gelben Landesregierung war der gerichtlich verfügte vorläufige Rodungsstopp im Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier. Dadurch war eine politische Debatte über einen früheren Ausstieg aus der Braunkohle entbrannt. Bisher gibt es dafür Abbaugenehmigungen bis 2045.

Der Ausstieg aus der Kohle sei aus Klimaschutzgründen zweifellos notwendig, sagte Pinkwart. Wie lange die Kohleverstromung noch als Brücke benötigt werde, darüber berate derzeit die Kohlekommission in Berlin. Die schwarz-gelbe Landesregierung wolle zunächst die Ergebnisse abwarten. Die Klimaziele dürften aber nicht gegen die Wirtschaft ausgespielt werden.

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