NRW-Patientenbeauftragter bekommt mehr Anfragen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung sieht ihren unabhängigen Patientenbeauftragten Dirk Meyer als Ansprechpartner in der Bevölkerung etabliert. Seit Einrichtung der Stelle 2012 sei die Zahl der Anfragen kontinuierlich gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Düsseldorf mit.

Im Vorjahr suchten 1085 Menschen Rat bei dem Anwalt für die Belange kranker Menschen. Das waren 23 Prozent mehr als 2012. In diesem Jahr gab es bislang 15 Prozent mehr Anfragen. Hauptärgernisse der Patienten seien vor allem mangelnde Wertschätzung bei der Behandlung im Krankenhaus sowie unzureichende Information und Beratung seitens der Krankenkassen.

Der Patientenbeauftragte tritt unabhängig und frei von Weisungen für die Stärkung der Rechte von Patienten ein - zum Beispiel bei Verfahren um Behandlungsfehler. Außerdem engagiert er sich in allen wichtigen Gremien des Gesundheitssystems für eine bessere Wahrnehmung von Patientenbedürfnissen.

«Patientenorientierung in der Versorgung ist, anders als vielleicht viele vermuten, kein Selbstläufer», sagte Meyer. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium setzt sich Meyer auch für eine Stärkung der ehrenamtlichen Patientenfürsprecher ein, die als unabhängige Stellen für Beschwerden von Krankenhauspatienten tätig sind.

Pressemitteilung

Webseite Patientenbeauftragter

SOCIAL BOOKMARKS