NRW bei Stiftungen unter dem Bundesdurchschnitt
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Ein Schild weist vor einem Haus auf die Caritas Stiftung Deutschland hin. Foto: Henning Kaiser/Archivbild
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Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen ist mit rund 4500 Stiftungen bundesweit Spitzenreiter. Aber im Verhältnis von Stiftungen zur Einwohnerzahl liegt NRW unter dem Bundesdurchschnitt. Das teilte der Bundesverband Deutscher Stiftungen zum Tag der Stiftungen an diesem Dienstag (1. Oktober) mit. Während im bundesdeutschen Schnitt 28 Stiftungen auf 100 000 Einwohner kommen, sind das im bevölkerungsreichsten Bundesland demnach 25.

29 NRW-Städte gehören bundesweit zu den Großstädten mit den meisten Stiftungen: Bonn (Platz 9/66 Stiftungen auf 100.000 Einwohner), Münster (11/61) und Düsseldorf (24/47). Stiftungen gelten in Deutschland als integraler Bestandteil der Zivilgesellschaft.

Landesweit fördern die meisten Stiftungen in NRW in den Bereichen Gesellschaft (ca. 51 Prozent), Bildung (ca. 40), Kunst und Kultur (ca. 32) und Wissenschaft (ca. 24). Im bundesweiten Vergleich liegt das Stiftungs-Wachstum mit 1,8 Prozent unter dem bundesweiten Schnitt von 2,1 Prozent.

Auch mit 113 von Bürgern für Bürger geschaffenen Bürgerstiftungen liegt Nordrhein-Westfalen bei der absoluten Zahl bundesweit an der Spitze, wie die Stiftung Aktive Bürgerschaft mitteilte. 51 Prozent der Menschen in NRW leben demnach in einem Einzugsbereich einer Bürgerstiftung.

Beim Tag der Stiftungen unter dem Motto «miteinander.füreinander» geben unter anderem die Caritas-Stiftung im Erzbistum Köln und die Bürgerstiftungen Detmold und Gütersloh Einblicke in ihre Arbeit.

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