NRW erwägt landesweite Schulschließungen bei Extrem-Wetter
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Yvonne Gebauer, nordrhein-westfälische Schulministerin (FDP). Foto: Marcel Kusch/Archiv
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Das nordrhein-westfälische Schulministerium erwägt landesweite Schulschließungen bei extremen Wetterlagen. Eine entsprechende neue Rechtsgrundlage werde geprüft, heißt es in einem Bericht von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an den Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags. Das Gremium erörtert an diesem Mittwoch Konsequenzen aus dem Unterrichtschaos nach dem Orkan Friederike im vergangenen Monat.

Einige NRW-Schulen hatten am 18. Januar trotz der Sturmwarnung zunächst Unterricht erteilt, die Schüler dann aber nach der zweiten oder dritten Stunde nach Hause geschickt. Dadurch waren manche Kinder auf dem Heimweg in den Sturm geraten. Das Organisationswirrwarr hatte bei zahlreichen Eltern und Lehrern für Empörung gesorgt.

In jedem Fall habe die Schulleitung «zwingend zu gewährleisten», dass die Schüler gefahrlos den Heimweg antreten könnten, stellte die Ministerin in ihrem Bericht fest. Solange müssten die Schüler im Gebäude bleiben dürfen - außer das Schulhaus wäre akut gefährdet. Grundsätzlich dürfen Eltern bei plötzlichen extremen Wetterlagen selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken.

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