NRW hält inne - Schweigeminute für Opfer der Neonazi-Mordserie

Düsseldorf (dpa) - Nordrhein-Westfalen hat in einer Schweigeminute der Opfer der Neonazi-Terrorserie gedacht. In Behörden, Unternehmen und Schulen waren die Menschen um 12.00 Uhr zu einer Minute des Stillstands aufgerufen. In der Produktion sollten vielerorts die Bänder angehalten werden. Auch Busse und Bahnen blieben häufig kurz stehen. In der NRW-Staatskanzlei kamen Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Gedenken an die zehn Mordopfer und an die Verletzten mehrerer Anschläge zusammen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände hatten zu der Aktion aufgerufen, um den Hinterbliebenen Mitgefühl und Solidarität auszudrücken. Auch Kirchen und muslimische Organisationen riefen zur Teilnahme an der Schweigeminute auf, um ein Zeichen zu setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Landesweit waren viele Fahnen auf Halbmast gesetzt.

Bei der zentralen Trauerfeier in Berlin entschuldigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei den Angehörigen der Ermordeten für falsche Verdächtigungen von Ermittlern. Neun Menschen griechischer und türkischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin waren zwischen 2000 und 2007 getötet worden. Das verdächtigte Zwickauer Neonazi-Trio konnte unentdeckt von den Sicherheitsbehörden agieren.

Pressemitteilung Landesregierung

Pressemitteilung DBG NRW

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