NRW schließt «Klimapakt Wohnen»
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Ursula Heinen-Esser (CDU) läuft in Münster durch eine Straße. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild
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Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Landesregierung und die Wohnungs- und Bauwirtschaft verpflichten sich, in einen klimafreundlicheren Wohnungsbestand in Nordrhein-Westfalen zu investieren. Dazu haben sie am Montag in Düsseldorf gemeinsam mit weiteren Partnern einen «Klimapakt Wohnen» unterzeichnet.

Schätzungen zufolge seien private Haushalte für rund 11,5 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in NRW verantwortlich, teilte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) mit. «Hier steckt also noch sehr viel Potenzial, das wir unbedingt heben müssen», sagte sie zu möglichen Einsparungen.

Der überwiegende Anteil des privaten Energieverbrauchs fließe in die Raumwärme, von der bisher ein Großteil durch Wände, Fenster, Dach, Türen oder den Fußboden entweiche. Hier sollen künftig unter anderem alte Heizkessel sowie überdimensionierte, falsch eingestellte und ineffiziente Umwälzpumpen ins Visier genommen werden, die Gas-, Öl- und Stromverbrauch in die Höhe treiben.

Klimaschutz sei allerdings «nicht zum Nulltarif zu haben», betonte der Präsident von Haus und Grund Rheinland Westfalen, Konrad Adenauer. Sowohl von Eigentümern als auch von Mietern seien für energetische Sanierungen und technologische Innovationen «erhebliche finanzielle Kraftanstrengungen zu stemmen».

Auch Beratung und Öffentlichkeitsarbeit seien unerlässlich, um den Klimapakt zum Erfolg zu führen, unterstrich NRW-Verbandschef Klaus Stallmann. Dabei könne eine neue Datenbank mit landesweiten Energieverbrauchsdaten und CO2-Bilanzen hilfreich sein.

Nach Zahlen der Landesregierung gab es 2018 mit gut neun Millionen Wohnungen den höchsten Bestand aller Zeiten in NRW. Dennoch sei es dank erheblicher Investitionen in klimafreundlicheres Bauen und energetische Sanierungen gelungen, die Emissionen im Bereich Haushalte/Kleinverbrauch im Vergleich zu 1990 um 18,5 Prozent zu senken.

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