NRW verlangt vom Bund Geld für Lärmschutz an Straßen

Berlin/Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen verlangt vom Bund mehr Geld für den Lärmschutz an Straßen. Besonders Städte und Gemeinden brauchten für ihre lauten Straßen finanzielle Unterstützung, teilte Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) am Donnerstag in Düsseldorf mit. An diesem Freitag werde NRW dazu einen Antrag in den Bundesrat einbringen. Gefordert wird ein nationales Förderprogramm zum Lärmschutz an kommunalen Straßen. Zuvor hatte das Landeskabinett die Bundesratsinitiative gebilligt. Remmel bezifferte den Zusatz-Bedarf der deutschen Städte und Gemeinden auf zwei Milliarden Euro. Aktuell finanziere der Bund nur Lärmschutzmaßnahmen an bestehenden Autobahnen und Bundesstraßen. In NRW seien nach Zahlen von 2007 mehr als 650 000 Menschen Lärmpegeln ausgesetzt, bei denen die Schwelle zur Gesundheitsgefährdung überschritten werde.

Mitteilung NRW-Umweltministerium

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