NRW wappnet sich gegen islamistische Radikalisierung in Gefängnissen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen verstärkt seine Anstrengungen gegen die Radikalisierung von Islamisten in Haftanstalten. Dazu sollen mehr muslimische Seelsorger in den Gefängnissen und Justizbedienstete mit ausländischen Wurzeln beitragen. NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) stellte dazu Dienstag ein 5-Punkte Programm vor, das unter anderem auch ein Forschungsprojekt zur Radikalisierung im Justizvollzug vorsieht. Derzeit arbeiten seinen Angaben zufolge in 30 der 36 Haftanstalten rund 100 ehrenamtliche muslimische Seelsorger. Bislang gebe es aber keine Belege, dass sich auch nur ein Gefangener in einer JVA in NRW radikalisiert hätte, betonte Kutschaty.

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