NRW will 1200 Westbalkan-Flüchtlinge zentral unterbringen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen will zur Beschleunigung von Asylverfahren 1200 Flüchtlinge vom Westbalkan zentral in Landeseinrichtungen unterbringen. Die Menschen sollen nicht auf die Kommunen verteilt werden. Eine zentrale Unterbringung erleichtere die Asylverfahren durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), teilte das Innenministerium am Mittwoch in Düsseldorf mit. NRW und die anderen Bundesländer verhandeln nach Angaben des Düsseldorfer Innenministeriums derzeit nur noch über Einzelheiten.

Die Verfahrensdauer könne auf diese Weise möglicherweise auf rund zwei Monate verkürzt werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Über das grundsätzliche Vorgehen hätten sich am 18. Juni Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder verständigt. Im Frühjahr seien schon Anträge von Kosovo-Flüchtlingen beschleunigt bearbeitet worden, erläuterte der Sprecher. Die Zahl der Flüchtlinge aus diesem Land sei daraufhin zurückgegangen. Im Kosovo sei vielen Menschen klar geworden, dass sich ein Asylantrag nicht lohne.

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