NRW will Salafisten-Aufrufe zu Gewalt verhindern

Düsseldorf (dpa) - Auch in Deutschland gibt es nach Angaben von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) islamische Extremisten, die wegen des Schmäh-Videos zu Gewalt aufrufen wollen. «Es sind bisher wenige, es greift noch nicht um sich, aber es ist wichtig, dass wir hier präventiv arbeiten und dafür sorgen, dass möglichst nichts passiert», sagte Jäger am Montag im WDR. Verfassungsschutz und Polizei in Nordrhein-Westfalen hätten deshalb die islamistisch-salafistische Szene seit Tagen im Visier.

Auf der anderen Seite wollten Rechtsextremisten wie Pro NRW die Islamisten zu Gewalttaten provozieren. «Diese Pro-Bewegung, Pro Deutschland oder Pro NRW, sind ja nichts anderes als Rechtsextremisten im bürgerlichen Gewand.» Die Salafisten handelten nicht im Namen der vier Millionen Muslime in Deutschland, und Pro NRW sei eine Splitterpartei, sagte Jäger. «Man muss gegen sie vorgehen, auf der anderen Seite aber auch deutlich machen: Die stehen nicht für uns.»

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