NRW will höhere Einnahmen für weniger Werbung im Rundfunk nutzen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die unerwartet hohen Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag für eine Reduzierung von Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nutzen. Die Einnahmeentwicklung biete den Rundfunkanstalten die Chance, «ihr Profil weiter zu schärfen und insgesamt zu einer neuen Balance im dualen Rundfunksystem zu kommen», teilte NRW-Medienministerin Angelica Schwall-Düren (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf mit. Nach neuen Prognosen kommen beim Rundfunkbeitrag bis zum Jahr 2016 rund 1,5 Milliarden Euro Mehreinnahmen zusammen. Bisher war mit einem Plus von 1,2 Milliarden Euro gerechnet worden.

Schwall-Düren kündigte an, unter den Ländern weiter nachdrücklich für eine Reduzierung von Werbung zu werben. Die Chefin der Länder-Rundfunkkommission, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), kündigte an, der Beitrag solle aller Voraussicht nach bis 2020 möglichst stabil gehalten werden. «Sollten die Mehreinnahmen darüber hinaus den Spielraum für eine weitere Beitragssenkung eröffnen, so würde ich das sehr begrüßen.» Am 1. April sinkt die Abgabe um 48 Cent auf 17,50 Euro pro Monat - das war bereits beschlossen.

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