NS-Gedenkstätten melden Besucher-Rekord für 2018
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Der Eingangsbereich der Wewelsburg bei Büren ist zu sehen. Foto: Matthias Tödt/Archiv
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Münster (dpa/lnw) - Die 28 NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen hatten im vergangenen Jahr so viele Besucher wie nie zuvor. 2018 seien fast 400 000 Menschen gekommen, teilte der Arbeitskreis NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte NRW am Donnerstag in Münster mit. 2017 hatten über 356 000 Menschen die Orte besichtigt, 2016 waren es 330 000. Fast zwei Drittel der Besucher kamen in Gruppen. Die Gedenkstätten befinden sich an geschichtsträchtigen Orten: In Köln ist es die ehemalige Gestapo-Zentrale, in Lemgo das ehemalige Wohnhaus einer jüdischen Familie.

Die Gedenkstätten im Rheinland und in Westfalen boten im vergangenen Jahr mehr als 5600 Führungen sowie 1700 Seminare, an denen viele junge Leute teilnahmen. Auch Berufsgruppen wie Polizei und Bundeswehr hätten die Orte besucht, erklärte Alfons Kenkmann, der Vorsitzende des Arbeitskreises. Rund 3000 Rechercheanfragen zeigten, dass die NS-Gedenkstätten auch einen wissenschaftlichen Auftrag wahrnähmen.

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