«NSU 2.0»: Anwalt aus NRW erhielt nach Eigenangabe Nachricht
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Ein Mann bedient im Dunklen einen Laptop. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild
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Siegburg (dpa/lnw) - Der Siegburger Anwalt Mehmet Daimagüler hat nach eigenen Angaben eine Nachricht mit der Kennung «NSU 2.0» bekommen. Daimagüler, der unter anderem Opfer im NSU-Prozess vertreten hatte, bestätigte den Eingang am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Anzeige habe er bislang nicht erstattet. Er wäre der erste öffentlich bekannte Empfänger einer «NSU 2.0»-Nachricht in NRW, sollte die Echtheit der Nachricht durch die Ermittlungsbehörden bestätigt werden.

Bei Facebook hatte der Anwalt vorher geschrieben: «Habe - mal wieder - eine Nachricht von «NSU 2.0» erhalten. Feiges Pack». Gegenüber der dpa präzisierte der Anwalt, dass er sehr oft rechtsextreme Drohmails bekomme - dies aber die erste mit dem Absender «NSU 2.0» gewesen sei.

Zuletzt waren nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft mit «NSU 2.0» unterzeichnete Drohmails bei den Linken-Politikerinnen Janine Wissler, Martina Renner und Anne Helm sowie der Kabarettistin Idil Baydar eingegangen. Vor zwei Jahren war die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yildiz die erste Adressatin derartiger Drohschreiben. Ein Mann war bisher nicht betroffen.

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