NSU-Prozess: Ab Januar 2015 geht es um den Kölner Bombenanschlag

München (dpa/lby) -  Im Münchner NSU-Prozess wird es ab Januar 2015 um den Nagelbombenanschlag an der Kölner Keupstraße im Jahr 2004 gehen. Das geht aus dem Ladungsplan des Gerichts hervor, der am Dienstagabend bei den Prozessparteien einging und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Als erster Zeuge zu dem Anschlag ist für den 12. Januar ein Beamter des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen geladen. 

Bei dem Anschlag war am 9. Juni 2004 vor einem Friseursalon eine ferngezündete Nagelbombe explodiert. Sie war auf dem Gepäckträger eines Fahrrads montiert und hatte 22 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Bisher hatte sich das Gericht nur einmal mit Aufnahmen von Überwachungskameras aus Köln beschäftigt, auf denen zu sehen ist, wie der mutmaßliche Täter das Fahrrad zum Tatort schiebt. Der Nagelbombenanschlag zählt zu den Taten, für die der «Nationalsozialistische Untergrund» angeklagt ist. Die Bundesanwaltschaft wirft dem NSU außerdem zehn Morde und einen weiteren Bombenanschlag in Köln vor.

Videosequenz, die den mutmaßlichen Täter zeigt

Pressemitteilung zur Anklageerhebung im NSU-Prozess

Terminliste NSU-Prozess 2014

Terminliste NSU-Prozess 2015

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