Nach Attentat: NRW-Politiker setzen Zeichen gegen Gewalt

Köln (dpa) - Nach dem Attentat auf die Kölner Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker haben die Spitzen der nordrhein-westfälischen Politik in Köln ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Vor dem Kölner Historischen Rathaus begannen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), NRW-CDU-Chef Armin Laschet, der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner sowie Grünen-Politiker am Samstagabend eine Menschenkette zu bilden. Viele Bürger schlossen sich an.

«Wir stehen hier zusammen als Demokraten, um ein Zeichen zu setzen gegen diese verabscheuungswürdige Tat», sagte Kraft. Demokratie sei «eine große Errungenschaft, die wir verteidigen».

Laschet sprach von einem «Anschlag auf uns alle, die gesamte Demokratie». Umso wichtiger sei es, dass man nun über alle Parteigrenzen hinweg zusammenstehe. Die Vorsitzende der NRW-Grünen, Mona Neubaur, sagte: «Demokratie ist stärker als Hass und Gewalt.» Der FDP-Vorsitzende Lindner betonte, mit der gemeinsamen Kundgebung wolle man zeigen, dass Gewalt «niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung» sein dürfe.

Ein 44-jähriger Mann hatte die Kölner Sozialdezernentin Reker einen Tag vor der Oberbürgermeisterwahl auf einem Wochenmarkt mit einem Messer angegriffen. Die Polizei geht nach ersten Aussagen des Angreifers von fremdenfeindlichen Motiven aus.

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